BitFenix Merc Alpha
Der Ruf nach günstiger, wir nehmen hier absichtlich Abstand von der Bezeichnung billig, Hardware wird immer lauter. In Zeiten wo das Geld nicht mehr so locker sitzt gehen viele auf Schnäppchenjagd. Das macht auch vor unserem liebsten Spielzeug, dem Computer, nicht halt. Deswegen freut es uns Euch ein weiteres Low-Budget Gehäuse zeigen zu können. Es handelt sich dabei um das Bitfenix Merc Alpha. Nicht nur der sehr günstige Preis von ~40€ (ohne Netzteil) machen es für die interessierte Käuferschaft interessant, nein auch die vorgesehen Möglichkeiten für Kabelmanagement lassen es in der Gunst weit nach oben schnellen. Lasst uns also gemeinsam das Bitfenix Merc Alpha erkunden.
Technische Angaben des Herstellers:
BxHxT: 190x439x490mm • extern: 3x 5.25″, 1x 3.5″ (in 5.25″ Schacht) • intern: 6x 3.5″, 1x 2.5″ • Lüfter (vorne): 2x 120mm (optional) • Lüfter (hinten): 1x 120mm • Lüfter (seite): 2x 120mm (optional) • Lüfter (oben): 2x 120mm (optional) • Lüfter (unten): 1x 120mm (optional) • Front I/O: 4x USB 2.0, 1x Mikrofon, 1x Kopfhörer • innen schwarz lackiert • Netzteilposition: unten
Völlig unspektakulär, um nicht zu sagen fade, kommt das Merc Alpha in einem schalen Braun daher. Lediglich ein paar kleine Details werden preisgegeben.
Holt man das Gehäuse aus seiner Verpackung sieht es aber schon ganz anders aus. In mattem schwarz gehalten sieht es auf den ersten Blick doch sehr schick aus.
Betrachtet man nun die Front genauer so stellt man fest, dass diese aus reinem Plastik gefertigt ist. 3 5,25″ Laufwerkseinschübe und ein 3,5″ Einschub sind mehr als reichlich. Unterhalb sieht man ein Gitter welches als Staubfang für die dahinter zu verbauenden Lüfter (optional) gedacht sein dürfte.
Greift man unterhalb dieses Lüftungsgitter unter die Front und zieht mit einem vorsichtigen Ruck nach vorne kann man diese entfernen. Aber Achtung! Die Kabel des Frontpanels sind daran befestigt und könnten bei zu aggressivem Entfernen beschädigt werden.
Hat man nun die Front des Bitfenix Merc Alpha entfernt, so legt man den Blick ins Innere frei. Zunächst sehen wir den Festplattenkäfig (Platz für bis zu 6 HDDs), der an dessen Front mit 2 zusätzlichen Lüftern bestückt werden kann, und den an der Rückseite, ab Werk, montierten Lüfter. Schön zu erkennen sind auch die an der Front angebrachten Kabel
Die Blenden der Fronteinschübe lassen sich leicht lösen, bedürfen aber eben der Entfernung der Front.
Die Rückseite des Merc Alpha Gehäuse bietet folgenden Anblick: Position des Netzteils unten, 7 Slots für interne Zusatzkarten (zB Grafik- oder Soundkarte) die zusätzlich noch gesichert werden können, Öffnungen für eine externe Wasserkühlung, Vorrichtung zum Einhängen eines Schlosses um das Innere vor Zugriffen von außen zu schützen und Rändelschrauben an der Seite die einem Zugang zum Innenraum bietet.
Einfach und ohne Werkzeug lassen sich die Rändelschrauben lösen.
Auch das Entfernen des Seitendeckels, dieser ist mit weiteren Lüfteinlässen durchsiebt (möglicherweise lassen sich auch noch weitere Lüfter daran befestigen – explizit vorgesehen ist hier aber nichts!) ist keine Hexerei. Einfach zur Seite ziehen und nach Vorne wegziehen. Zu den Seitenteilen sei noch angemerkt, und das ist ein weiterer Kritikpunkt, dass diese aus sehr dünnem Blech gefertig sind ud so schnell Vibrationen aus dem Innenraum übertragen werden können, was wiederum zu einer Steigerung des Lärmpegels führen kann.
Schön ist der Innenraum frei und gibt folgendes preis
Das Prunkstück dieser Anschaffung ist sicherlich der Mainboardschlitten der nicht nur mit einer Ausnehmung für die erleichterte Montage eines CPU-Kühlers mit Backplate brilliert, sondern auch die zahlreichen Schlitze für etwaiges Kabelmanagement. Ein weiteres Plus sind die gefalzten Kanten, welche ein verletzungsfreies Einbauerlebnis garantieren sollen.
Festplatten und andere Laufwerke werden mit den mitgelieferten Rändelschrauben befestigt.
Auch an den Boden wurde gedacht und so befinden sich dort 2 weitere Möglichkeiten Lüfter, welche kalte Luft von Außen in den inneren Bereich (speziell hier zur Grafikkarte) schaufeln, zu verbauen. Unser Tipp: Nehmt aber davon Abstand, da unter dem Gehäuse kein Staubfilter angebracht ist und Euer Computerinneres so Gefahr läuft immens zu verstauben.
Bei der Handhabung zu diesem Review des Bitfenix Merc Alpha ist uns dann noch etwas sehr unangenehm aufgefallen! Und zwar ist das komplette Gehäuse aus sehr dünnem Material gefertigt und neigt daher sehr leicht dazu sich zu verwinden.
Fazit: Im Ansatz macht der Hersteller Bitfenix alles richtig, doch scheitert es an der praktischen Umsetzung! Sicherlich darf man in dieser Preisklasse bis 40€ keine Wunder erwarten, aber dickeres Material und stabilere Seitenwände sollten schon zum Standard gehören. Eine Empfehlung können wir deswegen nur bedingt aussprechen und zwar an Leute die einen 08/15 oder Billigst-/Office-PC wollen der nicht von der Stange kommt.























